Einträge für Januar 2008

  • Januar, 2008
  • There was a lonesome Cowboy

    Da Kerstin krank im Bett liegt, war ich dieses Wochenende mit Sassico zweimal alleine unterwegs.

    Gestern kam ich von der FH, und habe dann von 3 bis 4 eine kleine Runde gedreht.
    Putzen und Satteln ohne Anbinden klappte mal wieder ziemlich gut, und auch das Aufsteigen außerhalb des Paddocks war kein Problem. Nachdem ich mich dann auf dem Pferderücken sortiert und auch nochmal nachgegurtet hatte, konnte es losgehen. Allerdings wollte Sassico sofort wieder auf die Wiese.
    Aber diese Diskussion war schnell beendet.

    Unterwegs haben wir dann noch eine Reiterin auf einem Pony gesehen, die einen kleinen Shetty als Handpferd mitführte...Viel mehr als einen freundlichen Gruß haben wir nicht gewechselt.

    Auf dem Rückweg sind wir an der unteren Wiese entlanggekommen. Das hat dann Joey ein wenig aufgeregt, so dass er über die Wiese galoppierte und die benachbarten Schafe einfach mal mitmachten.

    Heute war es ziemlich windig und wesentlich kälter als gestern. Ich hatte kurz darüber nachgedacht, mir den Ausritt zu sparen, aber mir fiel kein passender Grund ein :-D

    Auf dem Weg vom Hof weg hing zuerst eine Plane in den Sträuchern, die komisch wehte und sich bewegte. Sassico ist alleine noch lange nicht so cool wie in Gesellschaft anderer Pferde. Nach einigen Kreisen und Wendungen um uns selbst... waren wir irgendwann an der Plane vorbei.
    Da Sassico aber erst wirklich überzeugt ist, das etwas nicht gefährlich ist, wenn er daran schnuppern kann, habe ich ihn dann von der anderen Seite nochmal schauen lassen. Und schon waren wir wieder vorbei -- Richtung Heimat.
    Aber wir haben wieder gewendet und sind beim zweiten Mal wesentlich problemloser vorbeigekommen.

    Dann sind wir am Wäldchen entlang geritten. Gerade als ich antrabte, knackte irgendwo ein Ast. Die Gelegenheit nutzte das Pferd und sprang durch/über (irgendwas habe ich da nicht ganz mitbekommen) den Graben am Wegrand und raste aufs Feld. Der Sattel hielt trotz Lammfellpad und etwas lockerer Gurtung. Allerdings war ich beide Steigbügel los und hätte beinahe einen Abflug gemacht.
    Ich konnte dann anhalten, die Bügel wieder aufnehmen und bin dann am Feldrand bis zum Ende des Grabens geritten, so einfach kommt man da nämlich nicht durch. ...
    Die andere Seite des Waldes war dann natürlich auch gefährlich, aber wir sind durchgekommen.
    Den nächsten Grasweg bin ich dann hochgetrabt und runtergaloppiert. Danach war Sassico richtig entspannt...

    Anschliessend haben wir noch einen grossen Bogen gemacht und auf dem Rückweg alle Gefahren des Hinweges nochmal passiert. Diesmal haben wir sie problemlos gemeistert.
    Zuhause durften die beiden dann noch ein paar Stunden auf die Wiese.
    Und jetzt fahre ich los und sammel sie wieder ein. Dann gibt es nochmal Futter und Heu...

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  • Sonja


    Mein Name ist Sonja und bin Jahrgang 1967. Mein Kontakt zu Pferden bestand als Kind darin, beim Bauern mal ein Pony auszuleihen, damit spazieren zu gehen oder auf der Anna-Kirmes einige Runde zu drehen, da gab es früher auch Ponyreiten.

    1998 wollte meine Schwester ein Motorrad kaufen und kam mit einem Pferd nach Hause, es hatte ja so schöne treue Augen. So hatten wir ein Pferd in der Garage stehen. Null Ahnung von Pferdepflege, -fütterung, -haltung und gar keine Ahnung vom Reiten. Dass Mara ( so heißt das Pferd ) überlebt hat, sie ist heute über 25 Jahre, ist schon ein Wunder.

    Wir suchten einen Stall ( merkwürdigerweise vermehrte sich unter Pferdebestand ) und ich suchte eine Reitschule. Das war gar nicht so einfach, da die meisten Reitschulen keinen Unterricht für Erwachsene
    ( Anfänger ) anbieten. Nach einigem Suchen und Ausprobieren bin ich zur Reitschule Ascheberg gekommen, wo ich auch heute noch bin.

    Das Reiten habe ich mir sehr viel einfacher vorgestellt, links und rechts „ziehen“ und in der Mitte ist die Bremse, und ein Pferd ist IMMER brav…..

    Da ich auch nicht gerade ein sportlicher Mensch bin, habe ich doch einige Zeit gebraucht oben auf dem Pferd klar zu kommen. Das grosse Problem war für mich der Galopp, da hatte ich schon Bauchschmerzen, da habe ich schon einige Jahre gebraucht um einen schönen Galopp genießen zu können.

    2001 habe ich Nala von meiner Schwester bekommen. Eigentlich ist Nala etwas zu klein für mich, aber 147 cm reichen zum Runterfallen. Manchmal muß ich mir blöde Kommentare anhören „Ihr passt optisch ja gar nicht zusammen“. Gibt es denn eine DIN-Norm, wie Reiter und Pferd sein müssen, um ein „gutes“ Paar abzugeben ?
    Ein junges und nicht ausgebildetes Pferd und ein Reitanfänger, das ergibt schon mal Schwierigkeiten, aber irgendwie hatte ich sofort Vertrauen zu Nala. Ich habe sie für einige Monate zur Ausbildung fortgegeben und wir haben beide gelernt.

    Unser erstes richtiges „Reitjahr“ war 2007, wo wir mit den Nebelreitern unterwegs waren. Die Jahre zuvor waren wir nur kurze Strecken unterwegs, wir beide mussten erstmal üben alleine ins Gelände zu gehen, da man ja nicht immer Mitreiter findet. Auch hatten wir beide gesundheitliche Probleme, entweder war das Pferd längere Zeit krank oder der Reiter. Mein Wunsch ist es, schöne Tagesritte zu unternehmen und auch mein reiterliches Wissen zu verbessern. Ich laß mich einfach mal überraschen was die Zukunft bringt, die Hautpsache ist: wir bleiben gesund !
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  • Buchbesprechung: Michael Geitner "Be strict - Denken wie ein Pferd"

    Be strict  Denken wie ein Pferd. Richtig ausbilden, konsequent korrigieren
    (Book)
    Authors:Michael Geitner

    Manufacturer:Müller Rüschlikon Verlag

    Released:August 2001



    Und noch eine Buchbesprechung!

    Da wir noch einige Bücher im Regal stehen haben, mache ich einfach mal mit dem nächsten Buch weiter.

    In diesem Buch von Michael Geitner geht es um Bodenarbeit und die konsequente Arbeit mit dem Pferd. Michael Geitner schreibt sehr anschaulich, lebendig mit vielen guten Beispielen aus seiner Praxis.
    Er verdeutlicht -was mir auch in den letzten Jahren klar wurde- dass es in der Arbeit mit dem Pferd immer darum geht, dass der Mensch ranghöher ist.
    Um einen Einstieg zu bekommen ist das Buch sicherlich sehr gut. Ob man dann nach Geitner oder einem anderen Pferdemenschen wie Monty Roberts, Pat Parelli usw. arbeitet, ist in meinen Augen vollkommen egal, solange man konsequent und regelmässig mit dem Pferd arbeitet.

    Wie Geitner schreibt: Training ist immer. Ob man das Pferd von der Wiese führt, putzt oder anderes, immer geht es darum, dass der Mensch dem Pferd Sicherheit gibt, in dem man sich ranghoch verhält.

    Das Buch ist durchaus geeignet um es von vorne nach hinten durchzuarbeiten. Geitner erklärt das Vorgehen Schritt für Schritt.
    Er erläutert seine Ziele genau und unterstützt das auch mit Bildern. (Wobei an einer Stelle die Bilder zur Erläuterung absichtlich vertauscht sind :-) [S.82] )

    Die größte Herausforderung für Geitner ist das Verladen des Pferdes...

    Im hinteren Teil des Buches bringt er noch einige Beispiele aus der Arbeit mit Pferden anderer Leute, und er zeigt hier praktisch, dass er sich auch selber an sein Vorgehen hält und so auch zum Erfolg kommt.
    Zum Schluß hat er sich noch einige Beispiele aus seinem Internetforum ausgesucht, an denen er auch darstellt, wie er vorgehen würde.

    Für mich persönlich wäre aber die Arbeit nach einem Buch nicht das Richtige. Aber das ist definitiv typbedingt.
    Wenn ich mir dann aber Hilfe zur Bodenarbeit hole, was wir ja getan haben, wäre es mir egal nach welchem Konzept der Trainer arbeitet.
    Ob Geitner, TTouch, Roberts, Parelli, oder eine eigene Methode, wichtiger wäre mir, dass der Trainer zu mir passt, auf mein Lernen eingehen kann und natürlich auch "erfolgreich" ist.

    Wer aber mit einem Buch arbeiten kann, und sich dann alleine durchbeißen mag, für den ist das Buch sicherlich eine gute Hilfe.
    Das Lesen lohnt sich. 8-)
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  • Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum...

    Wie jedes Jahr haben auch 2008 am Ende der Weihnachtszeit unsere Ponys einen besonderen Leckerbissen bekommen. Das ist sozusagen ihr verspätetes Weihnachtsgeschenk:

    Sassico beschnuppert interessiert aber skeptisch die Bäume


    Am Samstag, 12.01.08, habe ich mit meinem Papi zusammen die unseren und deren Baum auf die Winterweide gebracht. Sassico war zunächst sehr aufgeregt und trabte wie ein kleiner Hengst über die Wiese. Er konnte sich wohl an das Vorjahr nicht mehr erinnern. Joey ließ die ganze Aktion eher kalt. Er wollte bloß in Ruhe sein Heu fressen.

    Nachdem ich dann Joey mit Halfter einmal zu den Bäumen geführt hatte, traute ich auch Sassico ran und zack biß er dem ersten Baum direkt die Spitze ab !

    Heute habe ich mir die Bäume noch mal aus der Nähe angesehen. Es scheint den Beiden zu schmecken, denn es sind schön deutliche Biß- und Knabberspuren daran:

    einer der Bäume, der inzwischen schon deutlich bearbeitet wurde
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  • Putzen ohne Anbinden!

    Kerstin hat es in ihrem Beitrag erwähnt:

    Ich habe gestern mein Pferd erfolgreich geputzt, ohne ihn anzubinden und ohne das er mir wegläuft.

    Meine Erwartung war eigentlich, dass es nicht einfach wird, auf der anderen Seite hatte die Bodenarbeit am Samstag so gut geklappt, dass ich mir schon Hoffnungen auf Erfolg machte.

    Ziel des ganzen soll irgendwann sein, dass ich das Pferd abstelle und er einfach stehen bleibt.
    Ich habe gestern nicht das normale Stallhalfter mit dem Führstrick aufgezogen, sondern das Knotenhalfter mit dem wesentlich längeren Arbeitsstrick.

    Der Strick ist so lange, das der mittlere Teil vor Sassico auf dem Boden lag, während ich das Ende noch locker an meinen Gürtel hängen konnte. So hatte ich einen kürzen Weg, falls ich dann doch mal zugreifen muss. Trotzdem kamen meine Bewegung durch den Strick nícht bei ihm an, so daß er davon nicht abgelenkt wurde.

    Für Sassico sah es also so aus, als würde er wirklich freistehen.

    Es war eigentlich einfacher ihn an einem Platz zu halten als sonst. Das liegt glaube ich auch daran, dass ich normalerweise zu faul bin, den Strick los zu machen, aus dem Ring zu holen, das Pferd wieder wie gewünscht hinzustellen und dann wieder festzubinden....

    Mit dem losen Seil hatte ich da mehr "gefühlte" Freiheit, und wenn er ganz verkehrt stand, haben wir eine kleine Runde gedreht und standen wieder, so wie ich es gerne hätte.

    Das für mich Faszinierendste war, dass Sassico wirklich den Kopf immer weiter runternahm, je mehr ich ihm zeigte, dass ich die Situation voll unter Kontrolle habe. Bei Sassico ist es außerdem so, dass er sich ja erst seit einem knappen halben Jahr die Ohren kraulen lässt. Gestern war er dann so zufrieden, dass er sich die Ohren sogar bürsten ließ.

    Es ist, als ob das Pferd eine Intimsphäre hätte, die sich bei ihm auf Kopf und Ohren beschränkt, und an die lässt er mich wirklich nur, wenn ich konsequent mit ihm gearbeitet habe.
    Ich könnte seine Ohren sozusagen als meinen Konsequenzmesser bezeichnen.

    Wichtig für mich ist dabei auch, dass ich wirklich innerlich ziemlich gut drauf bin, damit ich evtl Probleme mit Humor nehmen kann und dem Pferd gegenüber nicht unfair reagiere.

    Nach dem gestrigen Erfolg werde ich das ganze dann doch mal öfter üben.

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  • "So ein Mist! Jetzt ist sie weg"

    Für den heutigen Sonntag ist schon seit Tagen gutes Wetter angesagt gewesen. Klar waren Christian und ich (Kerstin) also heute mit Joey und Sassico unterwegs. Hier kommt nun mein Bericht dazu, natürlich mit vielen schönen Fotos der Umgebung.

    Um viertel vor zehn bekommen Joey und Sassico erst mal ihr Frühstück: Es gibt wie immer Müsli und Heu. Während die Beiden schmausen, räumt Christian schon die Sachen zum Anbindeplatz und ich äpple den Stall ab.
    Beim Putzen übt Christian heute mit Sassico, daß er unangebunden still stehen bleibt. Und Sassico war heute die Ruhe in Person und war wirklich total brav !

    Um halb elf sitzen wir beide im Sattel und los geht`s !

    Richtung Frauwüllesheim


    Die Ponys sind heute total gute Kumpel und haben viel Freude am Ritt. Obwohl sie in der letzten Woche viel Freizeit hatten, sind sie sehr entspannt !

    Nachdem wir die erste Strasse überquert haben, müssen wir uns bei Isweiler durch ziemlich tiefen Matsch kämpfen. Dort begegnen wir auch dem Planwagen aus Frauwüllesheim, der immer mit vielen Kindern unterwegs ist. Es ertönen Rufe wie: "Oh guck mal: Pferde!"

    Joey kurz hinter Isweiler


    Weiter führt uns der Weg in Richtung Frauwüllesheim zurück.

    Christian und Sassico


    Dort können wir an einer sehr langen Pappelreihe einen wunderschönen Trab reiten. Die beiden Pferde genießen es ihre Beine schütteln zu können.

    die Pappelreihe


    Weiter geht es direkt am Ortsrand von Frauwüllesheim entlang. Obwohl so traumhaftes Wetter ist, sind sehr wenige Menschen unterwegs.

    die Frauwüllesheimer Kirche


    ein Kreuz, das dort am Wegrand steht


    Wir reiten von dort weiter über die nächste Strasse und sehen schon in der Ferne den Neubau dort im Feld. Es wird dort wohl eine Gärtnerei mit Café gebaut. Vielleicht können wir ja dort mal mit den Pferden Pause machen !

    der Neubau


    und die Baustelle drumherum


    Als wir die leichte Anhöhe zum Girbelsrather Wäldchen hinauf reiten, stellen wir fest, daß wir eigentlich doch eine recht schöne Gegend bei uns haben.

    die Aussicht auf Binsfeld


    Die nächste Erhebung nutzen wir für einen frischen Galopp den Hügel hinauf. Joey und Sassico haben genug Lauffreude dafür.
    Dann geht es direkt am Wäldchen entlang und einmal drumherum.

    der Waldrand


    Christian und Sassico


    Auf der Lichtung bevor es dann auf den Rückweg geht, nutzen wir den schönen Hintergrund für ein kleines Fotoshooting !

    zuerst sind Christian und Sassico dran


    dann Joey und ich


    Ich verstaue die Kamera und dann biegen wir links ab auf den Heimweg, als ich hinter mit plötzlich höre: "So ein Mist! Jetzt ist sie weg". Ich drehe mich um und will fragen, wer denn weg sei, als ich es schon sehen kann. Mein Mann hat keine Mütze mehr auf dem Kopf! Und ich sehe auch sofort, wo sie hin ist: Sie hängt ein paar Meter zurück im Baum !

    Da hole ich natürlich sofort die Kamera wieder heraus:

    vielleicht der neue Trend als Christbaumschmuck?


    Christian oben ohne !


    Am Waldrand entlang lassen wir die Ponys noch einmal einen Gang zulegen und traben Richtung Heimat!
    Vorbei geht es an der Hühnerfarm und in der Ferne sehen wir sogar noch 2 Reiter (ist ja bei uns eher die Ausnahme).
    Gemütlich reiten wir von dort zum Stall, wo die Pferde dann zur Belohnung noch für 2 Stunden auf die Weide dürfen.
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  • Hufschutz

    Gehört Hufschutz zur Ausrüstung?
    Ich finde ja schon... also los geht's

    Ich gebe hier nur meine eigene Meinung wieder und lege Wert darauf, dass ich andere Meinungen respektiere. Ich bin überzeugt, dass jeder Reiter für sich und sein Pferd eine eigene "richtige" Lösung finden muss.
    Was unsere eigene Lösung angeht, sind wir bisher noch nicht ganz fertig mit der "Findung".
    Aber ich will jetzt (endlich) vorne anfangen

    Sassico und Joey haben zur Zeit keinerlei Hufschutz. Als wir Sassico vor fast 3 Jahren bekommen haben, waren seine Hufe in einem sehr schlechten Zustand. Das hat sich aber dank regelmässiger Bewegung und eine Biotinkur schnell geändert. Innerhalb eines halben Jahres wurden die Hufe wesentlich fester und unempfindlicher, wenn mal ein Stein dagegenschlug o.ä.
    Ein Auswahlkriterium bei Sassico's Kauf war übrigens, dass wir ein Barhufpferd wollten.

    Joey hat in seinem Leben noch nie irgendeinen Beschlag bekommen. Und das würden wir auch gerne so erhalten. Auch Joeys Hufe sind unheimlich hart, eine Bearbeitung mit der Hufzange ist richtig anstrengend...

    Und jetzt stehen wir vor der Frage: Brauchen wir Hufschuhe?
    Nach unserem langen Wochenende im letzten Jahr (nachzulesen hier,hier,hier und hier.) hat man den Hufen unserer beiden keine grossen "Verbrauchsspuren" angesehen.
    Vorher hatten wir fest damit gerechnet, danach Hufschuhe anschaffen zu wollen. Aber als unsere Pferde trotz der 50 km in 2 Tagen keine Probleme hatten, tendieren wir momentan dazu barhuf weiterzureiten.

    Ich zähle mal die Vorteile auf, die mir pro barhuf einfallen:
    1.) geringer Verletzungsgefahr auf der Wiese
    2.) Die Wiese leidet nicht so sehr unter den Hufen wie unter Eisen
    3.) grössere Trittsicherheit auf Asphalt, Schnee und nassem Gras
    4.) Kosten (nicht das wichtigste Argument)

    Natürlich suchen unsere Pferde sich ihren Weg ziemlich genau.. Sie wissen genau, dass Gras angenehmer ist, und wenn irgendwo Schotter liegt, versuchen sie freiwillig auf Grünflächen auszuweichen.

    Was mich auch pro barhuf argumentieren lässt ist folgendes: Wir galoppieren und traben nur auf schönen Graswegen, weil dort der Boden einfach weicher ist. Aber das mache ich mir doch mit einem Beschlag wieder kaputt...

    Nun gibt es ja immer wieder Berichte zu lesen, von Distanzreitern, die mit ihren Pferden mehrere Tausend km/Jahr ohne jeden Hufschutz gemacht haben.
    Außerdem gibt es noch die sehr gute Seite pro barhuf, auf der die Autorin ausführlich auf Barhufer eingeht, und was sie getan hat, um ihr Pferd barhuf reiten zu können. Mittlerweile verzichtet sie ebenfalls auf Hilfe von aussen und macht die Hufpflege komplett in Eigenregie.
    Ihre Unsicherheiten kann ich gut nachvollziehen.... Die Seite kann ich zur intensive Lektüre nur empfehlen.

    Mittlerweile sind wir dazu übergegangen, die Hufe alle 2 bis 2,5 Wochen nachzubearbeiten, dadurch sind die Veränderungen am Huf sehr gering, die Beinstellung bleibt erhalten, es ist -natürlich- weniger Arbeit, weil weniger nachwächst und die Hufe sind dauerhaft "schön".


    Update April2010

    Mittlerweile sind über zwei Jahre vergangen, und dieser Artikel ist unser meistgelesener: Für alle die hier nicht weitersuchen wollen, folgende Infos:

    Wir sind auf Hufschuhe umgestiegen. Es hat ein wenig gedauert, bis wir uns eingefummelt hatten, aber es funktioniert. Wer mehr wissen will, kann hier mal suchen, oder mich direkt kontaktieren.
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