![]() | (Book) Authors:Christine Lange Manufacturer:Fn-Verlag Released:August 2004 |
Zu Weihnachten habe ich ein Buch über das Wanderreiten geschenkt bekommen. Gelesen habe ich es auch, jetzt nutze ich die Gelegenheit, zum ersten Mal via Amazon ein Buch vorzustellen.
(Nein, wir bekommen keine Provision, wenn das Buch über diesen Link bestellt wird.)
Kommen wir mal zum Buch: Das Buch liest sich gut, ist sehr interessant, hat mir viele Dinge nähergebracht, die ich noch nicht wußte.
Dazu gehören Dinge wie Orientierung im Gelände, Erste Hilfe am Pferd.
Andere Dinge haben wir einfach im letzten Jahr schon selber gemacht, in dem unsere Touren immer größer wurden und wir uns immer mehr zu getraut haben. Auch die Rücksichtnahme auf den schwächsten Reiter bzw. das schwächste Pferd, haben wir im letzten Jahr schon durchgehalten. (Wobei ich es immer so empfinde, dass wir alle verschiedene Schwächen haben, über die wir uns gegenseitig hinweghelfen...)
Und wieder andere Sachen empfinde ich als seltsam:
Zum einen wirkt der Stil manchmal sehr kompromisslos. Ich versuche das mal zu erläutern: Das Buch verstärkt das Image, das die FN auch bei mir hat. Es scheint dort nur schwarz oder weiß zu geben, falsch oder richtig.
Beispiele:
Das Buch empfiehlt, selbst wenn man Barhuf-freund ist, unbedingt einen Hufschutz zu benutzen. Die Option, das es evtl Pferde gibt, deren Hufe so hart sind, dass kein Schutz notwendig ist, sieht die Autorin nicht.
An einer Stelle heißt es, man solle ein eingespieltes Team mit seinem Pferd sein, um auf Wanderritt gehen zu können. Einige Seiten weiter erklärt uns die Autorin, dass das mit der Zeit und der Erfahrung eines Wanderrittes kommt. Was denn nun?
Die Autorin geht in einem Absatz extra auf "Steiger" ein, und wie man da am besten runterkommt. Ok, das mag vielleicht hilfreich sein, aber kann man ernsthaft empfehlen mit einem Steiger auf Wanderritt zu gehen? Ich finde da hätte man definitiv abraten sollen.
Und wieder ein Beispiel zum Thema Schwarz-Weiss: Es wird empfohlen, das Pferd soweit zu bekommen, dass man auf eine Fähre kommt um auf einen Fluß überzusetzen. (Wobei die Empfehlung in meinen Ohren wieder sehr nach MUSS klingt)
1.) Es gibt in unserer Gegend keinen Fluß, wo das nötig wäre
2.) Wir haben keine Fähre wo wir das üben könnten
3.) würde die Fähre sicherlich keine halbe Stunde warten, bis wir drauf sind, wenn da Urlauber oder andere Leute warten die übersetzen wollen.
Ich finde es hätte gereicht, daraufhin zu weisen, dass man sich auf die Herausforderungen seiner Gegend einstellen sollte: Mähdrescher, Traktoren usw. in ländlichen Bereichen, Steigung, Gefälle und engere Wege in Gebirgen usw usw.
Was ich dem Buch hoch anrechne ist das Plädoyer für Grundlagenarbeit und das auch die GHP eingegangen wird.(Wobei ich hier sicherlich voreingenommen, bin da ich mit Grundlagenarbeit im letzten Jahr auch sehr erfolgreich war...)
Fazit: Lesenswert, sofern man sich seine eigenen Gedanken macht. Für Einsteiger ohne eigene Erfahrungen sicherlich sehr sinnvoll. Und es tat gut, zu lesen, dass wir einige Dinge wirklich richtig gemacht haben, anderen Dinge sollten wir uns nochmal durch den Kopf gehen lassen.. und die Ratschläge bzgl. ErsteHilfe und Ersatzteile für unterwegs fand ich richtig gut...




















