Einträge für August 2007

  • August, 2007
  • Die Zuckerfabrik und "unsere" Reitwege

    Heute mal ein Eintrag der anderen Art:

    Bei uns in der Gegend bauen die Landwirte ziemlich viele Zuckerrüben an . Diese kommen dann im Herbst zur Fabrik und werden dort weiterverarbeitet. Allerdings hat die Zuckerfabrik dieses Jahr Ihre "Spielregeln" verändert. Es sieht jetzt so aus, das die Landwirte ihre Rüben nicht mehr zur Fabrik bringen, sondern diese von einem Unternehmen, welches die Fabrik beauftragt, am Feld abgeholt werden.
    Was das nun finanziell und anderweitig für die Landwirte heißt, weiß ich nicht.
    Unser Hofbesitzer erzählte mir nur, dass die Landwirte dafür zu sorgen haben, dass die Feldwege bis zu den Rüben Tag und Nacht befahrbar sein müssen.(Im IT-Bereich sagen wir immer 24/7...)
    Da die Rüben im späten Herbst bzw fast im Winter geholt werden, müssen die Feldwege befestigt werden.
    Also "unsere" Reitwege...
    Die Bauern bei uns in der Gegend befestigen die Wege mit Asphalt von der A1. Der wird da abgefräst und kommt dann bei uns auf die Wege.

    So sieht das Ganze im Details aus:
    Links unten ein Teil meines Fahrradreifens.


    Naja, eigentlich wollte ich dann heute abend einen kleinen Ausritt machen, und mir die Bescherung mal anschauen. (Kerstin kann ja noch nicht mit..) Aber ich hatte Rufbereitschaft und da Probleme angekündigt waren, wollte ich dann nicht alleine mit dem Pferd los, wenn zu befürchten ist, dass ich angerufen werde, bzw mich irgendwelche Alarme per Email erreichen.
    Ich bin stattdessen Fahrrad gefahren. (Damit bin ich auch schneller zuhause als mit dem Pferd)


    Hier mal ein grösserer Überblick über das Ergebnis. Zum Fahrradfahren ist das Ganze übrigens ideal.


    Diese Art der Befestigung ist natürlich nicht von Dauer. Sprich Da wird Gras durchwachsen und irgendwann wächst das wieder zu. Aber ich denke mal, dass unsere beiden Barhufer das trotzdem längerfristig unter Ihren Hufen merken werden.

    Wir hatten sowieso vor Hufschuhe zu kaufen....

    Ich hätte nie gedacht, daß mich mal interessiert, ob eine Zuckerfabrik befestige Feldwege braucht oder auch nicht...


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  • Der 4-stunden Ritt, der nach 20 Minuten zu Ende war

    Am Sonntag, den 19.08.2007 wollten wir, Sonja, Chrittig und Kerstin, eine längere Tour nach Gladbach unternehmen.


    Um 10 Uhr ging es am Treffpunkt los. Das Wetter war vielversprechend, und wir ritten mit guter Laune und Freude auf den schönen Ritt los. Nach 20 Minuten ritten wir auf ein Stoppelfeld und trabten an. Ich, Kerstin, merkte schnell, daß Joey unruhig lief, weil Sonja mit Nala noch hinter ihm war. Allerdings war der Abstand sehr groß: sie war mindestens 10 Meter hinter uns und auch noch ca. 5 Meter versetzt nach links. Meiner Meinung nach also kein Grund für Joey Angst zu haben. Er schaute sich immer wieder nach hinten um und wollte nach vorne schneller werden. Doch das ließ ich nicht zu. Auf einmal machte er einen Bocksprung, und ich kam aus dem Gleichgewicht. Dabei trat er noch einmal heftig nach hinten aus, und ich machte den Abflug. Der Sturz war nicht schlimm, denn ich landete weich auf dem feuchten Stoppelfeld. Allerdings machte ich den Fehler, die Zügel festzuhalten, weil ich Angst hatte, daß Joey weglaufen würde. Dabei zog er sie mir natürlich ordentlich durch die Hände und verbrannte mir die Finger. Joey lief einmal um Sassico und Chrittig herrum und blieb dann stehen. Ich rappelte mich auf und ging langsam auf ihn zu. Er ließ sich einfangen und ich konnte wieder aufsteigen. Sonja lieh mir ihre Handschuhe und wir ritten heimwärts. Zuhause hab ich dann, während Chrittig die Pferde absattelte, meine Hände unter fließendem Wasser gekühlt.

    Danach ging es ins Krankenhaus, wo alles desinfiziert und dann verbunden wurde.

    Am selben Tag abends hab ich mir Handschuhe bestellt, damit mir sowas nicht nochmal passiert.
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  • Handpferdereiten - Teil 1

    Am Montag, den 13.08.2007 haben wir, Chrittig und Kerstin, zum ersten Mal Joey als Handpferd neben Sassico mitgenommen. Da wir darin aber alle 4 keine Erfahrung haben, ging es erstmal in "entschärfter" Form los.

    Ich, Kerstin, ritt Sassico ganz normal und nahm zwar Joey als Handpferd an einen längeren Strick, aber Chrittig hat zur Sicherheit auf Joey`s Rücken platz genommen. Er war allerdings solange "passives Gepäck", bis ein Eingreifen notwendig gewesen ist.

    Da Joey sehr gut auf meine Stimme reagiert, konnte ich sein Tempo gut von Sassico aus regulieren. Er und ich lernten auch recht schnell, wie ich ihn etwas weiter von mir wegschicken kann. Zunächst brauchte ich ein etwas deutlicheres Zeigen des Seils in Richtung seines Halses, gegen Ende reichte ein leichtes Winken.

    So ein- zweimal haben wir uns dann doch etwas verheddert, aber wir haben den Knoten auch wieder gelöst bekommen ggg

    Unterwegs haben wir dann noch die beiden anderen Nebelreiter, Sonja und Anja, getroffen. Nach einer kurzen Begrüßung haben wir uns aber weiter allein auf den Weg gemacht, da wir ja Handpferd reiten üben wollten !

    Auf dem letzten Weg ist der Chrittig dann sogar abgestiegen und ich hab den Joey ganz allein dabei gehabt. Auch da ging es super !

    Die nächsten Übungseinheiten werden folgen und dann werde ich berichten.



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  • Ein Offenstall

    Sassico und Joey leben gemeinsam in einem Offenstall. Zwei Boxen, ein Heuschuppen, ingesamt drei Wiesen und einen kleinen Paddock mit Anbindeplatz und Roundpen. Unsere dritte Box wird zur Zeit als Abstellraum genutzt, da nur zwei Ponys dort wohnen.
    Die Wiesen sind unterschiedlich gross. Insgesamt handelt es sich um ca. 2000 bis 2400 m². Genauer gemessen haben wir das noch nicht.

    der Stall und der Heuschuppen:


    Die kleinste Wiese ist das ganze Jahr über zugänglich, und verwandelt sich im Winter in der Regel in einen Paddock.Die anderen Wiesen sind immer abhängig vom Bewuchs offen.

    eine der Wiesen:


    Wir machen alles gemeinsam mit Kerstins Vater in Eigenregie.
    Darin liegt für uns ein großer Vorteil: Wir sind unser eigener Herr und können alles nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten und handhaben.

    der Scheuerpfahl für die Pferde:


    Ein Nachteil liegt natürlich darin, daß man wirklich alles selbst machen muß und manchmal die Gesellschaft anderer Einstaller fehlt. Aber wenn wir uns einsam fühlen, dann fahren -oder reiten- wir einfach schnell zu den anderen Nebelreitern rüber.

    Heu und Stroh bekommen wir über den Hof, zu dem unsere Wiesen gehören.
    Dafür geben wir unseren Mist gerne dorthin als Dünger ab.

    Es ist wirklich praktisch die Vorteile eines landwirtschaftlichen Betriebes nutzen zu können. So leihen wir uns regelmässig den Radlader zum Stallmisten aus. Das ist wesentlich angenehmer als mit der Schubkarre zu arbeiten.
    Oder wir nutzen den Frontlader um Heu- und Strohballen in unseren Heuschuppen transportieren zu können.

    Für die Pferde ist es einfach ideal: sie haben ständig viel frische Luft und sehr viel Auslauffläche. Wir haben es im Winter 2005/2006 aufgrund des Wetters einmal für oder 4 Wochen nicht geschafft, die Tiere zu bewegen. Aber auch diese lange Pause war für ihr Gemüt kein Problem.

    der Paddock mit Round Pen:


    Wir sind natürlich sehr wetterabhängig. Eine Reithalle haben wir nicht, so daß wir immer draußen reiten: auf der Wiese oder im Gelände. Da die Pferde immer nach draußen können, sind sie bei Regen natürlich meist auch naß und schlammig, so daß wir erst reiten können, wenn sie getrocknet sind.
    Doch insgesamt schaffen wir es zumindest in Frühling, Sommer und Herbst ca. 3 mal pro Woche ins Gelände zu gehen und bewegen die beiden noch zusätzlich in unserem RoundPen.
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  • Joey



    Name: Heckenhof-Joe
    Rufname: Joey
    Spitznamen: Joschi, Jupp, Oedel
    geb. am: 30.04.1992
    Rasse: Deutsches Reitpony
    Stockmaß: 1,48m

    Joey ist Kerstin`s Freizeitkumpel. Er lebt seit 1998 bei ihr . Die ersten 3,5 Jahre stand er direkt bei ihr am Haus zusammen mit der Hündin Heidi. Da 2001 seine Wiese zum Bauland wurde, mußte Joey umziehen. Er zog auf einen privaten Bauernhof zu der 21.jährigen Rentnerstute Lady. Dort lebt er seither im Offenstall mit viel Auslauf. 2005 zog Sassico neu dort ein und Lady mußte leider im Sommer 2007 eingeschläfert werden.

    Er hat ein sehr ruhiges Temperament, das manchmal auch als phlegmatisch bezeichnet wird.
    Einmal in der Woche wird er für eine Stunde als "Schulpferd" für ein 7jähriges Mädchen eingesetzt, wobei ihn nichts aus der Ruhe bringen kann.
    Er zeichnet sich durch eine gute Ausdauer (die hat er wohl von seinen arabischen Vorfahren geerbt) und Coolness im Gelände aus. Ein Sprinter ist er nicht !

    Besonders gerne läßt er sich kraulen, vorzugsweise an und in den Ohren. Das läßt er sich stundenlang gefallen.
    Am liebsten ist er immer mitten dabei, sei es beim Misten oder der Lederpflege.

    Seit 2004 nimmt er mit Kerstin regelmäßig an Unterricht vor allem in der Bodenarbeit teil. Dabei hat er erstaunliche Fortschritte gemacht und die beiden konnten zu einem richtigen Team zusammenwachsen.


    Joey Teil 1 - MyVideo


    Joey Teil 2 - MyVideo
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  • Der Christian

    Ich bin der Christian





    Geboren wurde ich im Frühjahr 1979. Es muss ungefähr der Sommerurlaub 1992 oder 93 gewesen sein, als wir auf einem Bauernhof Urlaub machten und ein echtes Pferdemädchen, das nicht viel älter als ich war, meinem Bruder und mir ein wenig Reitunterricht auf den Hofponys gab. Sättel hatten die beiden nicht, aber sie waren brav und wir haben zwei super Wochen verbracht.

    Für mich war dann klar, dass ich nach den Sommerferien weiter Reitunterricht nehme. Da es bei uns in der Gegend auch nur eine Reitschule gab, war die Wahl natürlich schnell getroffen. Das ganze habe ich dort relativ nüchtern betrachtet:
    Nach dem Unterricht war ich immer ziemlich schnell weg, die Mädels waren dann immer froh, wenn sie mein Pferd mitputzen durften. (ungelogen(!))
    In einem Sommerferienkurs machte ich dann auch in drei Wochen das "Kleine Hufeisen". Die Theorie habe ich problemlos geschafft. Das Reiten war nur erfolgreich, weil ich beim Galoppieren den Mund gehalten habe. Ansonsten habe ich mich um das Galoppieren immer gedrückt oder meine Angst geäussert...

    Die ganze Sache lief dann für 2 oder 2,5 jahre, Dann war ich 14 oder 15 und die Mädels im Stall wurden mir einfach zu zickig. So richtig Anschluss gefunden hatte ich dort nie. Damals war ich ziemlich zurückhaltend und als einziger Junge hat man es dann doch schwer, wenn man nur zur Stunde kommt. Reiten war dann für mich abgehakt. Genauso wieviele andere Hobbys meiner Jugend.

    Und dann kam Kerstin. Naja nicht direkt. In der Oberstufe hatte ich mal in einem Nebensatz erwähnt, dass ich theoretisch reiten könnte.
    Das wollten Kerstin und eine Bekannte natürlich sehen, also wurde ich zu Joey gebracht. Und durfte mal wieder reiten.
    Wenn ich heute gefragt würde, wie ich das damals fand? Ich weiss es wirklich nicht mehr.....
    Kurze Zeit später war ich dann mit Kerstin zusammen. Joey war zu dieser Zeit eigentlich eine ungeliebte Zugabe, von der ich dachte, dass sich das über kurz oder lang erledigen würde.
    Naja ich merkte irgendwann, dass sich das nicht erledigen würde. Im Gegenteil, mir wurde klar, das Kerstin ohne regelmässigen Pferdekontakt kein ganzer Mensch ist.....

    Und dann kam im Winter 2004/2005 die Idee doch ein zweites Pferd anzuschaffen. Also haben wir neben den Vorbereitungen zu unserer Hochzeit, die wir im Juni 2005 feierten, auch noch die Vorbereitungen für ein zweites Pferd getroffen.

    Jetzt reite ich wieder seit über 2 Jahren und frage mich, wie es mir jemals Spass machen konnte in der Halle zu reiten. (Auf der anderen Seite frage ich mich auch, warum ich damals das letzte halbe Jahr auf einem Pony immer ohne Sattel geritten bin, und das heute nicht mehr mache.)

    Ich war anfangs wirklich erstaunt, wieviel anstrengender Ausreiten ist, wenn man es mit dem Unterricht in der Halle vergleicht, wo man einfach nur einem anderen Pferd hinterher reitet.

    Aber ich kann jetzt wesentlich mehr als damals. Heute kann ich sogar galoppieren ohne Angst zu haben... gg
    Und ich bin immer noch erstaunt, dass ich mittlerweile 6 Stunden im Sattel aushalte und wir hoffentlich in der Gruppe nächstes Jahr einen mehrtägigen Ritt in Angriff nehmen können.

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  • Sassico

    Sassico ist einer der zwei Haflinger in unserer Gruppe.

    Er gehört zu Chrittig. Geboren wurde er irgendwann im Jahre 1999.
    Im April 2005 kam er dann zu Joey und der im Juni 2007 verstorbenen Lady.

    Sassico ist ein echter Haflinger. Dickköpfig bis zum geht nicht mehr und unheimlich clever was Ideen angeht, um der ungeliebten Bodenarbeit zu entgehen.

    Zum Glück gehen ihm immer die Ideen aus, bevor uns die Ideen ausgehen, wie wir trotzdem das kriegen, was wir wollen.
    (Hier ein großes Danke an Michaela, die uns beim Lernen hilft)

    Sassico wird von mir Freizeitmäßig Western-geritten.


    Als er zu uns kam, hatte er kaum Muskeln, eine schlechte Ausrüstung und keine Ausbildung.
    Eine Aufforderung zu traben, erwiderte er mit einem schnellen Spanischen Schritt. Der für mich als Wiedereinsteiger kaum zu sitzen war.
    Stillstehen zum Putzen kannte er ebenfalls nicht.
    Warum wir ihn gekauft haben? Er war bezahlbar, sieht gut aus, ließ sich überall anfassen und war ansonsten ziemlich cool.

    Ende Juni, Anfang Juli fingen wir an ins Gelände zu gehen. Unsere damalige Trainerin meinte, wir sollten bloß nicht zu lange warten. Recht hatte Sie.

    Wenn ich jetzt zurückblicke, bin ich wirklich erstaunt, was damals alles im Gelände gefährlich war, und was heute harmlos ist. Dazu zählt vor allem, was man so an Müll im Gelände findet. Da schaut er heute noch nicht mal mehr nach.

    Im ersten Herbst fand er sogar das erste Herbstlaub gefährlich, musste stehen bleiben und das mal anschnauben.

    Was er in seiner Vergangenheit alles erlebt hat, wissen wir nicht. Aber er scheint wohl auch mal schlechte Erfahrung mit einem Besenstiel gemacht zu haben, während er in einer Box stand. Er nimmt es heute noch nicht gelassen, wenn man mit der Mistgabel oder ähnlichem in seine Box kommt.

    Momentan machen wir neben unserem Training für immer längere Ausritte regelmäßig Dominanztraining, damit Sassico lernt, dass ich der Chef bin.



    Sassico1 - MyVideo


    Sassico2 - MyVideo


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