weiter geht's

Trotz den Entscheidungen zum "Umbruch" muß das "Tagwerk" erledigt werden.
Da Christian ja etwas "schwächelt" ;-) , radelte ich um 9 Uhr heute Morgen allein zum Stall.
Joey und Sassico kamen zu mir und ich ließ sie auf den Paddock. Dort steht immer noch etwas Gras und sie knabbern dort gern. Die Beiden waren gestern und heute sehr heftig von Fliegen belagert. Sie taten mir wirklich leid. Die Fliegen waren extrem nervig. Auch mich "attackierten" sie immer wieder.
Im Stall war es nicht besser. Die Luft war voll von Fliegen und überall SUMMTE es.
Ich machte mich als erstes ans Ausmisten.
Da ich am Freitag ebenfalls schlapp gemacht (im wahrsten Sinne des Wortes) gemacht hatte und wir am Samstag durch das Probereiten nicht viel Zeit bei Joey und Sassico verbringen konnten, war einiges liegen geblieben.

Nach einer Stunde waren die Ställe leer und ich mußte "nur" noch die Pferdeäpfel einsammeln. Als ich damit und dem Einstreuen fertig war, war auch bereits fast Mittag.
Ich nahm mir noch etwas Zeit und stärkte mich mit zwei Vollkornbrötchen und einer Fruchtschnitte.
Gut gestärkt holte ich dann Sassico's Sattelzeug und machte ihn reitfertig.
Kurz nach 12 ging es los. Wir ritten die Irresheimer Runde. Der Wind hatte inzwischen aufgefrischt, doch in der Sonne war es angenehm warm.
Die Wege waren gut und so konnten wir den ein oder anderen flotten Galopp einlegen.
Auch ein Stoppelfeld nahmen wir im Galopp mit. Da habe ich zum ersten Mal spüren können, was Christian meint, wenn er sagt: "Sassico macht sich kleiner!"
Im Feld war einiges los: Es wurde gedroschen oder Stroh gefahren.
Doch Reiter waren keine zu entdecken. So hatten wir beide einen ruhigen Ritt.
Um kurz vor zwei waren wir wieder am Stall.
Sassico war sichtlich entspannt, nachdem er mal endlich wieder laufen durfte (das war ja in den letzten Wochen doch etwas zu kurz gekommen, vor allem wegen der Hitze).
Ich sattelte ihn ab und er marschierte geradewegs auf die Weide.
Joey hatte während der ganzen Zeit im Stall gestanden und eine Portion Heu gemümmelt.
So konnte ich ihn dort einsammeln und schon mal auf den Paddock bringen.

Schnell hatte ich Sassico's gegen Joey's Sattelzeug getauscht und wir machten uns auf den Weg.
Eigentlich hatte ich vorgehabt auch mit Joey eine größere Runde zu gehen, doch es zogen dunkle Gewitterwolken auf.
So entschied ich mich für eine kurze dafür flottere Runde.
Auch Joey und ich galoppierten ein paar Mal und genossen die guten Wege.
Der Mähdrescher hatte inzwischen ein Feld abgeerntet und die ganze Mannschaft war auf einen anderen Acker umgezogen.
Nach einer knappen Stunde waren wir wieder am Stall und wurden wie immer von Sassico mit lautem Geschrei erwartet.
Ich sattelte ab und dann bekamen die Beiden noch ihren Weideriegel. Den finden sie wirklich toll. Wenn er halb so lecker schmeckt wie er riecht, dann kann ich das gut verstehen.

Flux räumte ich die Sachen auf und dann radelte ich um 16 Uhr wieder nach Hause. Feierabend!
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