Wir wollten den kürzesten Weg nehmen.
So ritten wir erstmal bis zu den Pappeln und an Irresheim vorbei.
Hinter Irresheim bogen wir dann auf die Landstrasse und ritten in Richtung Hochkirchen. Bald hörten wir hinter uns Traktoren-Lärm.
Wir sahen uns um und bemerkten, daß uns bald ca 6 Oldtimer-Traktoren überholen würden.
Da es rechts in einen Feldweg ging, bogen wir ab und drehten die Pferde so um, daß sie die Trecker sehen konnten. So ließen wir die Gruppe vorbei und grüßten alle nett.
Als sie vorbei waren ging es weiter. Wir ritten auf die Kreuzung und ordneten uns links zum Abbiegen ein. Joey hat immer etwas Probleme mit den weißen Fahrbahnmarkierungen doch er ließ sich zum weitergehen (-hüpfen) überzeugen.
Am Ortsrand von Hochkirchen ritten wir an einer Weide mit Pferden vorbei und folgten dann der Straße in den Ort hinein. Es war inzwischen viertel nach zehn geworden und die Kirchenglocken riefen zur Messe. Die Straße ist sehr eng und unübersichtlich. Ich merkte wie Joey innerlich total angespannt war und auch Angst hatte. Doch er vertraute mir und ging unbeirrt vorwärts. Da war ich mächtig stolz auf meinen Joshi !
Pünktlich um halb elf waren wir dann an der Wiese unserer Freundin angelangt, doch es war noch nichts von ihr zu sehen. So ritten wir wieder in den Ort bis zu ihrem Stall.
Dort fanden wir sie dann schon auf dem Rücken ihres Pferdes mit dessen Kumpel am Strick. Sie brachte ihn zur Weide und dann konnte unser gemeinsamer Ritt losgehen.
Wir entschieden eine Runde dort durch's Feld zu drehen. Über die vielen Stoppelfelder und schönen Graswege war auch der ein oder andere Trab und Galopp drin.
Wir hatten uns länger nicht gesehen und so gab es viel zu erzählen.
Dadurch verging die Zeit schnell und wir brachten unsere Begleiter wieder zu ihrer Weide. Wir verabschiedeten uns und sagten, daß wir das bald mal wiederholen müßten.
Für den Heimweg entschieden wir uns über Eggersheim zu reiten. Da wir jedoch noch nie von dieser Seite aus dorthin geritten waren, mußten wir ein bißchen überlegen, welche Wege wir nehmen konnten. So kamen wir über eine kleine Holzbrücke, die über den Neffelbach führt. Joey zögerte nur kurz und ging dann mutig voraus.
Eggersheim gehört wirklich zu unseren Lieblingsdörfern. Es ist sehr klein aber so liebevoll gestaltet: individuelle Kanaldeckel, Blumenkästen am Ortseingangsschild und viele kleine, gut erhaltene Fachwerkhäuser.
Da wir diesmal ein paar andere Straßen entlang kamen, konnten wir auch noch einige neue Wegkreuze ablichten.
Hinter Eggersheim kreuzten wir wieder die B 477 und ritten auf der anderen Seite von Irresheim in Richtung Heimat, als wir auf einmal jede Menge Fahrradfahrer auf der K 16. Soviele auf einmal hatte ich noch nicht gesehen. Es waren nämlich keine Rennradler, sondern Familienausflügler.
Sie radelten durch Irresheim und dann über den Jakobwüllesheimer Weg. Die Gruppe zog sich über die gesamte Länge des Weges. Es war ein sehr komisches Bild.
Nach einen flotten Galopp auf dem langen Grasweg ging es dann schnurstracks nach Hause, wo wir nach fast 4 Stunden Ritt ankamen.
Die Ponies durften wieder auf ihre Weide und wir fuhren ebenfalls heim.



