Mensch nun war ich heute schon das elfte Mal bei Flicka. Die Zeit rast, wie ich immer wieder feststelle.
Ich hatte heute wieder spontan frei bekommen und so fuhr ich, nachdem ich Joey und Jackson gefüttert hatte, mit Ludwig zu Flicka und Debbie.
Sigi ist zur Zeit im Urlaub und damit Flicka nicht wieder zunimmt, habe ich mit ihr ausgemacht, daß ich auch währenddessen schaue, daß ich Flicka etwas bewegt bekomme.
Um kurz nach neun erreichte ich den Stall.
Flicka und Debbie waren schon auf der Wiese.
Nun war ich gespannt, wie das heute mit dem Einfangen klappen würde.
Da sie ja die Fliegenmaske trägt geht es auf jeden Fall ein bißchen einfacher, aber falls sie weglaufen würde, würde es trotzdem schwierig werden.
Ich nahm mir zwei Leckerlis (denn wenn sie zu mir käme, sollte sie das ja positiv verknüpfen) und die beiden Halfter mit und stapfte auf die Wiese.
Flicka und Debbie standen ganz oben und mampften vor sich hin.
Als ich kam konnte ich Flicka sofort an der Maske packen und so bekam sie auch gleich ein Leckerli.
Ich legte ihr den Strick um den Hals (für alle Fälle) und dann konnte ich ihr das Halfter anlegen.
Bei Debbie war es sowieso kein Problem und schon konnte ich mit beiden Pferden zum Stall gehen.
Ich sperrte Debbie in ihren Laufstall und band Flicka fest.
Als ich dabei war kam der Stallbesitzer zum Misten vorbei. Wir stellten uns einander vor und quatschten ein bißchen.
Dann wurden Flicka´s und Debbie´s Hufe ausgekratzt und Flicka geputzt.
Noch satteln und dann ging ich mit ihr auf die Wiese.
Eine Runde führte ich sie und dann gurtete ich nach.
Nun stellte ich sie wieder in die Aufsteigeecke.
Wie immer korrigierte ich sie mit dem Carrot-Stick, wenn sie nicht stehen blieb und nach ein paar Minuten saß ich im Sattel.
Mittlerweile versucht sie nach dem Aufsteigen nicht mehr sofort wegzurennen, sondern bleibt brav stehen, bis ich das Kommando zum Losgehen gebe. Wieder ein kleiner Fortschritt.
Den Stick warf ich in der Nähe der Tür ab. Auch davor erschreckt sie sich inzwischen nicht mehr.
10 Minuten ritt ich sie im Schritt warm. Dann kam eine neue Aufgabe für uns beide: Nachgurten von oben. Bisher hat Sigi mir da immer geholfen.
Es klappte gut. Flicka blieb relativ brav stehen und so konnte ich den Sattel noch mal fest machen.
Dann ging es an´s Arbeiten. Obwohl es ziemlich warm war, wollte ich schon, daß Flicka was tut. Also machte ich es wie letztes Mal: 5 Minuten Trab, dann 5 Minuten Schritt und die letzten 15 Minuten Trockenreiten im Schritt (bzw. die letzten 5 Minuten hab ich sie trockengeführt).
Sie hat wie eigentlich immer brav und fleißig mitgearbeitet und war am Ende schon ganz gut geschwitzt.
Daher hab ich ihr die Sattellage und die Brust mit ein bißchen Wasser abgewaschen, bevor ich sie und Debbie dann wieder auf die Wiese brachte, wo Flicka sich sofort in den Staub schmiß und ausgiebig wälzte. Sie sah sehr zufrieden aus danach.



