Die hatte eine Woche Pause gehabt und ich war gespannt, wie sie gelaunt sein würde.
Sie war noch mit Debbie auf der Weide.
Dank der Fliegenmaske, die sie anhatte, konnte ich sie schnell einfangen.
Putzen und satteln (Sigi polsterte noch eben das Pad um, da Flicka´s Sattel immer einen ziemlich Rechtsdrang hatte) und dann kam unsere Aufsteigeübung.
Diesmal zeigte Flicka mir wieder einmal deutlich, was sie doch für ein "Panzer" sein kann.
Da sie nun mehr oder weniger kapiert hat, daß sie rückwärts nicht ausweichen kann, da ich mit dem Stick sofort korrigiere, hatte sie sich nun überlegt mich eben vorne anzurempeln.
Sie hatte dabei aber vergessen zu bedenken, daß der Stick in meiner Hand ja beweglich ist. So korrigierte ich sie auch vorne damit.
Ich fürchte, daß Flicka noch einige Variationen auf Lager hat und wir einiges an Durchhaltevermögen brauchen werden, bis sie gelernt hat, daß es für sie am einfachsten ist, einfach stehen zu bleiben, da es im Endergebnis sowieso das selbe ist.
Als ich dann im Sattel saß, ging das Reiten wieder super.
Sie hat inzwischen schon ein bißchen mehr Kondition.
So begann ich nach 15 Minuten warmreiten im Schritt mit abwechselnd jeweils 5 Minuten Trab und Schritt.
Bei den letzten beiden Trabeinheiten ließ ich so aus Motivationsgründen auch mal ne halbe Runde galoppieren.
Noch 10 Minuten Trockenreiten und unsere Stunde war vorbei.
Wir sattelten Flicka noch auf der Weide ab, damit sie sich noch mal wälzen konnte, bevor sie in ihre Box kam.
Dieses Angebot nahm sie natürlich gern an
So hatte ich an diesem Tag insgesamt 5 Stunden im Sattel gesessen. Schon fast ein Tagesritt ggg
Und damit erkläre ich nun auch die Überschrift: Ich hatte nur einen Tag frei gehabt, aber der hat so gut getan wie eine ganze Woche Urlaub.




Einmal gibt sie die Hufe ganz brav und fast wie von selbst. am nächsten Tag tut sie so, als ob sie noch nie in ihrem Leben gehört hätte, daß Hufe ausgekratzt würden.
Was auch verblüffend ist, ist die Tatsache, dass Flicka ein gan liebes und braves Schmusemädel ist. Andererseits übt sie sich als Panzer - ja, das ist schon der richtige Ausdruck "Panzer". Sie überrollt alles, was nicht aufpaßt. Ohne Rücksicht auf Verluste.
An einem Tag ist sie sehr lieb und vorsichtig und "bittet" um Streicheleinheiten.
Am nächsten zeigt sie sich kopfscheu und zuckt schon beim kleinsten Geräusch.
Zum Glück ist sie beim reiten bisher immer ganz brav gewesen. Kein buckeln, steigen oder ähnliches. Auch Haken hat sie noch keine geschlagen.
Sogar nachdem sie viele viele Wochen überhaupt nicht "raus" kam, war sie bei dem Mini-Ausritt
super lieb. Scheute vor nichts, schaute sich die Welt nur interessiert an.
Ich hoffe so sehr, daß Debbie bals wieder einsatzfähig ist. Dann bin ich sicher, daß Kerstin mit Flicka (sowei Debbie und Volker) mal eine kleine Geländerunde machen wird.
Natürlich immer mit Rücksicht auf die arme Debbie