Mittwoch hatte ich mich wieder mit Sigi verabredet.
Doch zuerst mußten ja auch unsere Pferdchen bewegt werden.
Nach der Arbeit fuhr ich also mit Ludwig zum Stall und ritt zuerst mit Joey und Ludwig aus.
Danach hatte ich noch Zeit den Stall und die Weiden abzuäppeln und dann Jackson 20 Minuten zu longieren.
Vom Stall aus fuhr ich dann direkt zu Flicka.
Ich nahm meine Aufsteighilfe mit und wollte mal sehen, wie das Stehenbleiben daran mit Flicka klappte.
Damit Flicka sie sich gut anschauen konnte, stellte ich sie neben ihr während des Putzens ab.
Dann brachte ich sie auf die Wiese und holte mir Flicka. Zunächst führte ich sie wieder ein bißchen.
Ich stellte sie neben die Aufstiegshilfe und brauchte nur ein paar Mal korrigieren, dann ließ sie mich aufsteigen und stand wie eine Statue.
Da Flicka konditionell ziemlich untrainiert ist, hatte ich mir überlegt sie diesmal länger aber viel langsamer zu reiten.
Bisher waren die Einheiten immer so knapp ne halbe Stunde lang gewesen.
Diesmal ritt ich insgesamt eine gute Dreiviertelstunde.
Allerdings fast ausschließlich im Schritt. Drei Runden trabte ich, damit es Flicka nicht zu langweilig wurde (sie läuft nämlich so gern). Ansonsten ritt ich viel Volten und Handwechsel und übte anhalten und stehen BLEIBEN.
Nach zwanzig Minuten stieg ich ab und führte sie wieder ein Stück bis zur Aufstiegshilfe.
Dort parkte ich sie und stieg wieder auf. Das klappte wirklich perfekt. Sie stand wie eine eins.
Also ritten wir weiter.
Bevor ich sie in den Feierabend entließ, wollte ich noch einmal ab- und wieder aufsteigen.
Hatte ja so prima geklappt, da würde das schnell gehen.
Aber die Rechnung hatte ich ohne Flicka gemacht: Sie wand sich und wich immer wieder vor dem Hocker weg. Ich korrigierte immer wieder zurück oder seitwärts. Da brauchte man dann wirklich Nerven. Sie wollte gar nicht mehr.
"Komisch" dachte ich......aber auch irgendwie klar. Sie hatte nun keine Lust mehr und wollte versuchen, ob sie nicht doch aus der Nummer herauskommen konnte.
Doch die Rechnung hatte sie wiederum ohne mich gemacht. So einfach würde ich es ihr nicht machen.
Es dauerte eine Weile (gefühlt ne halbe Stunde, aber so lange wird es bei weitem nicht gewesen sein *ggg*), doch irgendwann strich sie die Segel und blieb wieder artig stehen und ließ mich aufsteigen.
Ich lobte sie überschwenglich und ritt nur noch zwei Meter bevor ich wieder abstieg und die Stunde damit beendete.
Als Flicka kurz darauf in ihren Stall kam, suchte sie sich sofort eine Stelle zum Pinkeln. Das war wohl dringend gewesen.
Vielleicht hatte sie mich ja auch deshalb nicht wieder aufsteigen lassen wollen.




und diese irre Geduld, die Kerstin an den Tag gelegt hat **Hut ab** - war einsame Spitze.
Da wäre sicherlich so mancher ausgerastet.
@ Kerstin
habe dir gerade 21 Fotos rüber geschickt
Da muß ich auch manchmal an mich halten, aber es nützt ja nix und mit "ausrasten" kommt man dann ja gar nicht weiter.
Die Fotos werd ich gleich zeigen!